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Bild: A. Zelck/DRK-Service GmbH

Impfdaten zur Kliniklage

Deutlich mehr Ungeimpfte mit Covid-19

In einigen Regionen in Deutschland geraten Kliniken an ihre Grenzen. Aus dem aktuellen Wochenbericht des RKI geht hervor, dass der Anteil an Covid-19-Patienten bei den Ungeimpften deutlich höher ist als bei Geimpften.

In den Altersgruppen liegen in der KW 46 ungefähr 5-6 mal mehr Ungeimpfte im Krankenhaus als Geimpfte.

Bei den symptomatischen Covid-19-Fällen ist das Bild noch deutlicher. Die Inzidenz von Menschen ohne Impfschutz ist mehr als doppelt so hoch wie bei Geimpften. Besonders bei Jungen Menschen ist dieser Unterschied noch extremer. Hier lag der Wert bei Ungeimpften fast zehnmal so hoch wie unter den Geimpften.

Das RKI berechnet unter Berücksichtigung der Impfquote regelmäßig auch die Wirksamkeit der Impfung. Deren Schutz vor einer symptomatischen Erkrankung liegt nach Angaben des RKI (je nach Altersgruppe) zwischen 66 und 90 %. Vor einer schweren Erkrankung und Tod schützt die Impfung nach RKI-Bericht für alle über 18-jährigen zu rund 90%.

Quelle: RKI


Derzeit sind bundesweit bisher mindestens 57,1 Millionen oder 68,7 Prozent aller Menschen vollständig geimpft. Eine Impfdosis erhalten haben mindestens 59,5 Millionen Menschen oder 71,6 Prozent erhalten. Nach Angaben des SWR waren zum 03.12.2021 in Baden-Württemberg 7.436.149 Personen vollständig geimpft. Das sind rd. 67 % der Baden-Württemberger. 1.500.337 haben inzwischen eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Die Statistik der Ludwig-Maximilians-Universität in München zeigt auf traurige Weise, wie sich eine geringe Impfquote auswirkt. Auf 100.000 Einwohner gerechnet, sterben in den Bundesländern mit niedriger Impfquote deutlich mehr Menschen als in den Bundesländern mit einer höheren Impfquote.

 

Unsere dringende Bitte:

Lassen Sie sich bitte impfen!

 


Oft hören wir auch das Argument, dass auch sehr viele geimpfte auf der Intensivstation sind......

Da die Impfung nicht zu 100 % schützt, ist das grundsätzlich auch richtig. ABER: teilweise ist hier auch ein Rechenfehler bzw. ein Prävalenzfehler enthalten, den wir gerne noch an einem Beispiel aufklären wollen. 

Der Prävalenzfehler ist ein formaler Fehlschluss, der entsteht, wenn Informationen für eine bedingte Wahrscheinlichkeit einer einzelnen Variable und Informationen für die statistische Grundgesamtheit vermischt werden.