· Pressemitteilung

Jahreshauptversammlung 2026

Bewegende Ehrungen, beeindruckende Einsatzzahlen – und ein Abend, der direkt in den Einsatz führte


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DRK Ortsverein Pfullendorf: Jahreshauptversammlung zeigt die Stärke des Ehrenamts

Bewegende Ehrungen, beeindruckende Einsatzzahlen – und ein Abend, der direkt in den Einsatz führte

Die Jahreshauptversammlung der Bereitschaft des DRK Ortsvereins Pfullendorf stand ganz im Zeichen des Ehrenamts. Mitglieder und zahlreiche Gäste aus Politik sowie den Blaulichtorganisationen blickten auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück – mit zahlreichen Einsätzen, umfangreicher Ausbildung und vor allem viel gelebter Gemeinschaft.

Ausbildung schafft Sicherheit

Bereitschaftsleiter Mathias Werz stellte in seinem Tätigkeitsbericht die vielfältigen Aufgaben der Bereitschaft vor. Besonders erfreulich entwickelte sich der Bereich Ausbildung: Drei Mitglieder konnten erfolgreich die Ausbildung zum Sanitäter abschließen, ein Helfer absolvierte die Ausbildung zum Rettungshelfer. Weitere Mitglieder qualifizierten sich zu Gruppen- und Zugführern.

Hinter diesen Qualifikationen stehen zahlreiche Stunden, die die Helferinnen und Helfer freiwillig und unentgeltlich in ihre Ausbildung investieren. Eine wichtige Grundlage dafür, dass die Bereitschaft auch in Zukunft professionell und zuverlässig helfen kann.

49 Sanitätsdienste und mehr als 100 versorgte Patienten

49 Veranstaltungen wurden im Jahr 2025 sanitätsdienstlich betreut. Dabei versorgten die Helferinnen und Helfer mehr als 100 Patientinnen und Patienten.

Mathias Werz machte deutlich, dass ein Sanitätsdienst weit mehr bedeutet als die reine Versorgung kleinerer Verletzungen. Die Einsatzkräfte sorgen bei Veranstaltungen für Sicherheit, können Betroffene unmittelbar vor Ort versorgen und tragen damit gleichzeitig dazu bei, den Rettungsdienst für medizinische Notfälle in der Bevölkerung verfügbar zu halten.

Sanitätsdienst günstiger als erwartet

Bereitschaftsleiter Mathias Werz rechnete vor, dass die medizinische Absicherung einer Veranstaltung keine unverhältnismäßige Belastung für einen Veranstalter darstellt. Seit 10 Jahren zeigen die Erfahrungen, dass ein Sanitätsdienst auf die Zahl der erwarteten Besucher umgelegt, weniger als ein Schluck Bier auf der Veranstaltung kostet - meist nicht mehr als 0,30 oder 0,40 Cent pro Besucher. Für diesen vergleichsweise kleinen Beitrag stehen ausgebildete Helferinnen und Helfer bereit, die im Notfall unmittelbar reagieren und medizinische Hilfe leisten können.

Wie schnell aus einer kleinen Verletzung eine Situation werden kann, die medizinische Hilfe erfordert, zeigt sich immer wieder. Veranstalter tragen deshalb Verantwortung für die Sicherheit ihrer Gäste. Ein gut organisierter Sanitätsdienst ermöglicht es, Bagatellverletzungen und andere medizinische Zwischenfälle direkt vor Ort zu versorgen – und verhindert damit zugleich, dass für solche Fälle unnötig der öffentliche Rettungsdienst gebunden wird.

Wer eine Veranstaltung durchführt und damit ein entsprechendes Risiko für Besucher schafft, sollte daher auch für die notwendige Sicherheit sorgen. Nicht die Allgemeinheit sollte für vermeidbare Folgen des Veranstaltungsrisikos aufkommen müssen, wenn diese durch einen Sanitätsdienst direkt vor Ort aufgefangen werden können.

Denn letztlich gilt: Prävention ist billiger als Ersatz.

282-mal schnelle Hilfe durch die HvO

Wie wichtig das Ehrenamt für die medizinische Versorgung in Pfullendorf und Umgebung ist, zeigten auch die Zahlen der Einsatzgruppe Bereitschaft und der Helfer vor Ort (HvO), die vom stellvertretenden Bereitschaftsleiter Justin Zigri vorgestellt wurden.

Allein die HvO-Gruppe wurde im vergangenen Jahr 282-mal alarmiert – ebenfalls ein neuer Höchststand. Die ehrenamtlichen Helfer überbrücken dabei die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und können insbesondere bei zeitkritischen Notfällen wertvolle Hilfe leisten.

„Nicht im Konjunktiv bleiben – einfach mitmachen“

Trotz der beeindruckenden Leistungen bleibt die Bereitschaft auf neue Helferinnen und Helfer angewiesen. Mathias Werz richtete deshalb einen deutlichen Appell an alle, die sich ein Engagement vorstellen können.

„Alter ist keine Ausrede“, betonte Werz. Entscheidend sei nicht, was man theoretisch irgendwann einmal machen könnte. Entscheidend sei, sich zu entscheiden und tatsächlich mitzumachen. Denn hinter allen Einsätzen, Sanitätsdiensten und Ausbildungen stehen Menschen, die ihre Freizeit für andere einsetzen.

Solide Finanzen und gute Zusammenarbeit

Der Vorsitzende des Ortsvereins, Andreas Kees, gab anschließend einen Einblick in die finanzielle Situation des Vereins. Die Kassenlage sei solide. Gleichzeitig werde gezielt in Fahrzeuge, Ausrüstung, Ausbildung und damit in die Einsatzfähigkeit des Ortsvereins investiert.

Die enge Zusammenarbeit mit den anderen Blaulichtorganisationen wurde auch in den Grußworten hervorgehoben. Bürgermeister Ralph Gerster, THW-Vertreter Herr Neuefeind, Feuerwehrkommandant Dieter Müller, der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Herdwangen-Schönach, Herr Blender, sowie Bereitschaftsleiter Herr Berenbold aus Illmensee dankten den Ehrenamtlichen für ihr Engagement und würdigten die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Jahrzehnte im Zeichen des Roten Kreuzes

Ein besonders emotionaler Teil des Abends waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder.

Für 25 Jahre wurde Frau Hangarter geehrt. Jörg Wiggenhauser und Dr. Florus erhielten Ehrungen für jeweils 30 Jahre Mitgliedschaft. Christa Scholz - Mitgründerin des Jugendrotkreuzes - blickt auf 55 Jahre, Albert Schilling auf 60 Jahre und Günther Jakob sogar auf beeindruckende 65 Jahre Mitgliedschaft im Deutschen Roten Kreuz zurück.

Diese langjährige Verbundenheit zeigt eindrucksvoll, dass Ehrenamt nicht nur kurzfristiges Engagement bedeutet, sondern über Jahrzehnte hinweg Teil eines Lebens sein kann.

Wenn die Jahreshauptversammlung plötzlich zum Einsatz wird

Nach dem offiziellen Teil ließ die Rotkreuzfamilie den Abend bei einem gemeinsamen Wurstsalat und vielen guten Gesprächen ausklingen.

Doch dann zeigte sich, dass Ehrenamt manchmal schneller wieder gefragt ist, als man denkt.

Kaum war der Wurstsalat gegessen, die Spülmaschine eingeschaltet und die letzten Stühle verräumt, alarmierte die Integrierte Leitstelle die Bereitschaft gemeinsam mit der Feuerwehr zu einem Großbrand.

Was kurz zuvor noch Thema der Grußworte gewesen war – die Bedeutung des Ehrenamts und die Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen – wurde damit unmittelbar Realität.

Viele DRK-Mitglieder und einige der zuvor anwesenden Ehrengäste trafen sich kurze Zeit später an der Einsatzstelle wieder und unterstützten dort bis tief in die Nacht.

Damit endete die Jahreshauptversammlung nicht einfach mit dem gemeinsamen Essen. Sie wurde gewissermaßen zur unmittelbaren Fortsetzung dessen, wofür das Ehrenamt beim Roten Kreuz steht: da sein, wenn Menschen Hilfe brauchen.

Eine starke Gemeinschaft

Die Jahreshauptversammlung hat einmal mehr gezeigt, was den DRK Ortsverein Pfullendorf ausmacht: engagierte Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich ausbilden lassen, ihre Freizeit investieren und füreinander einstehen.

Das DRK Pfullendorf ist eine starke Gemeinschaft – #imEinsatzfürPfullendorf und die Region, rund um die Uhr.

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